27.07.2011 Zivilrecht

OGH: StVO - rechts überholen im Ort?

Die im Ortsgebiet zulässige freie Fahrstreifenwahl hat zur Konsequenz, dass im Ortsgebiet unter den in § 7 Abs 3a StVO näher geregelten Voraussetzungen auch einzelne Fahrzeuge (und nicht bloß Fahrzeugreihen) mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aneinander vorbeibewegt werden können, ohne dass dabei überholt wird


Schlagworte: Schadenersatzrecht, Straßenverkehrsrecht, rechts überholen im Ort, freie Fahrstreifenwahl
Gesetze:

§§ 1295 ff ABGB, § 7 Abs 3a StVO

GZ 2 Ob 80/11w, 30.05.2011

 

OGH: Mit der am 1. 3. 1989 in Kraft getretenen 15. StVO-Novelle wurde in § 7 StVO der Abs 3a eingefügt und die Begriffsbestimmung des § 2 Abs 1 Z 29 StVO („Überholen“) durch Bezugnahme auf diese Regelung neu gefasst. Die im Ortsgebiet zulässige freie Fahrstreifenwahl hat zur Konsequenz, dass im Ortsgebiet unter den in § 7 Abs 3a StVO näher geregelten Voraussetzungen auch einzelne Fahrzeuge (und nicht bloß Fahrzeugreihen) mit unterschiedlicher Geschwindigkeit  aneinander vorbeibewegt werden können, ohne dass dabei überholt wird. Damit wurde die Gesetzeslage an die schon damals hRsp des OGH angepasst. Diese ist daher von unveränderter Aktualität.