Verfahrensrecht
VwGH: Wiederaufnahme – „Erschleichen“ iSd § 69 Abs 1 Z 1 AVG
Die für die „Erschleichung“ einer Entscheidung notwendige Irreführungsabsicht setzt nach der Rsp des VwGH voraus, dass die Partei wider besseren Wissens gehandelt hat, um einen vielleicht sonst nicht erreichbaren Vorteil zu erlangen; ob Irreführungsabsicht vorliegt, kann nur aus den das...weiterlesen
VwGH: Fristsetzungsantrag gem § 38 VwGG
Nach der stRsp des VwGH ist das Verfahren über einen Fristsetzungsantrag gem § 38 Abs 4 VwGG einzustellen, wenn das säumige VwG nach Einbringung eines Fristsetzungsantrages einen Beschluss fasst, womit das bei ihm anhängige Verfahren gem § 38 AVG (iVm § 17 VwGVG) ausgesetzt wirdweiterlesen
VwGH: Zweifel an der Bevollmächtigung des einschreitenden Rechtsanwalts
Treten Zweifel über den Inhalt und Umfang sowie über den Bestand einer Vertretungsbefugnis auf, so ist die Behörde (bzw das VwG) nach § 10 Abs 2 AVG (iVm § 17 VwGVG) befugt, sich Klarheit darüber zu verschaffen und die Vollmacht nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechtes zu beurteilen; bestehen...weiterlesen
VwGH: Zur Zulässigkeit der außerordentlichen Revision
Bei den in der Revision angeführten Rechten "auf richtige Ermessensentscheidung" und "auf fehlerfreie Handhabe der Verwaltungsgesetze" handelt es sich nicht um Revisionspunkte iSd § 28 Abs 1 Z 4 VwGG, sondern um Revisionsgründe, die nur iVm der Verletzung eines aus einer materiell-rechtlichen...weiterlesen